Informationstechnik
02-23 MiniVibe
Sommersemester 2017
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Analyse der Motoransteuerung
Bei folgenden Lösungsansätzen wird nur die Programmierung der Motoransteuerung verändert. Es sind keine mechanischen Änderungen an dem System vorgenommen worden.
Release
Mit dem Release-Befehl wird die Spule nur bestrom, solange sich der Rotor bewegen soll (um einen Schritt zu verfahren). Sobald der Motor steht wird kein Strom durch die Spule geschickt.
Schaltet man nun Release ein, versucht der Motor sich zu drehen, doch bleibt immer stehen. Es tritt ein ähnlicher Effekt auf, wenn man den Schlitten beispielsweise mit der Hand blockiert und das Drehmoment des Motors nicht ausreicht. Es wurde eine Vermutung aufgestellt, dass durch den Release der Rotor sich überdreht und die Spule zum Antreiben nicht hinterherkommt. Sobald man die Geschwindigkeit stark reduziert fährt der Schlitten wieder wie gehabt.
Da höhere Drehzahlen mit diesem Modus nicht möglich sind und das Verhalten in Hinblick auf die Schwingungen sich sogar etwas verschlechtert, wird die Releaseeinstellung verworfen und nicht weiter betrachtet.
Mikroschrittbetrieb
Beim Mikroschrittbetrieb wird mithilfe von einer PWM die Auflösung des Drehwinkels stark erhöht. Dadurch ist die Drehrate auch deutlich verringert. Die Frequenz mit der die Daten zum Motorshield übermittelt werden ist die maximale Frequenz wie schnell sich der Motor drehen kann. Ein Versuch die Datenaustauschfrequenz über die Ardunioumgebung zu erhöhen ist leider gescheitert. Daher muss mit einer Drehrate von etwa 5 rpm weitergearbeitet werden.

Betrachtet man die spektrale Verteilung der Schwingungen und deren Amplituden kann man eine deutliche Verringerung deren erkennen.

Die Achsenskalierung wurde hierbei bei beiden Graphen jeweils um den Faktor 10 verringert. Es sind zwar nicht zwei Schwingungen bei 15 Hz und bei 30 Hz zu erkennen, diese sind aber deutlich schwächer, als die bei dem Normalschrittbetrieb.

Ein kleiner Nachteil beim Verwenden des Mikroschrittbetriebes ist ein Ton, welcher durch die Ansteuerungsfrequenz der PWM erzeugt wird. Allerdings ist dieser nicht sonderlich lauter, als die generelle Geräuschkulisse, welche durch die Mechanik und den Motor verursacht wird.


Der RMS des Signals zum obigen Graph ist 25,5.

Interleave-Spulenansteuerung
Hierbei wird der Singlecoil- und der Doublecoilmodus kombiniert um eine höhere Auflösung zu ermöglichen. Diese ist etwas höher, als bei dem Single/Doublecoilmodus, allerding deutlich niedriger als jene mit im Mikroschrittbetrieb.

Das quadratische Mittel des Messsignals im Interleave-Modus bei vergleichbarer Drehzahl zum Doublecoilbetrieb ist 200.
Fazit
Es wurde eine deutliche Schwingungsreduktion beim Mikroschrittbetrieb sichtbar. Auch der Interleave-Betrieb hat eine Verbesserung der Stabilität als Effekt. Allerding leidet darunter die Verfahrgeschwindigkeit.
Um generell die Menge (Anzahl und Amplitude) aller Schwingungen zu quantitativ zu bestimmen wird hierbei der quadratische Mittelwert (RMS) des Messsignals herangezogen. Diese Werte lassen esich einfacher  miteinander vergleichen.
Der RMS bei der Referenzmessung (Ausgangszustand) im Doublecoilbetrieb bei 10 rpm liegt bei 318
 

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