Prof. J. Walter - Informationstechnik, Mikrocomputertechnik, Digitale Medien Messverfahren
Hochschule Karlsruhe Logo Forschungs- und Entwicklungsprojekt
16ws_WA_Sensorarray
Wintersemester 2016/2017
Robin Tenscher-Philipp
Tim Schanz

Navigation  zur vorherigen Seite

Messverfahren

Navigation zur nächsten Seite

In diesem Kapitel wird erläutert welche Messungen mit dem Leddar M16 vorgenommen werden. Im ersten Abschnitt (Messgrößen) wird primär auf die Messgrößen eingegangen. Diese sollen mit den Verfahren von Abschnitt 2 (Messverfahren/Messaufbau) ermittelt und je nach Größe zusätzlich errechnet / analysiert werden.
• Wiederholbarkeit
• Genauigkeit (Unterschied zwischen größerer Distanz)
• Datenrate
• Unterschied der Genauigkeit mit größerem Winkel(unterschied zwischen der Genauigkeit mittig und weit rechts/links außen)
• Prüfung auf Einflussgrößen: Materialoberfläche(Geometrie, Struktur, Anzahl), Temperatur, Feuchtigkeit, vielleicht Helligkeit, Einflussgrößen wie polarisiertes licht oder so, Größe der Objekte abhängig von Distanz, Niederschlag(Regen, Nebel..)

Zusätzlich / Optional:
• Winkelmessung
 
Um Messmittel, Prozesse oder ähnliches einstufen oder auf ihre Verwendbarkeit zu prüfen, werden klare Richtlinien benötigt. Die Überprüfung der vorhandenen Komponenten im Hinblick auf spezifische Anforderungen kann mit Hilfe einer Messsystemanalyse (MSA) erfolgen.
Prinzipiell ist zu sagen das alle Verifikationen der Prüfobjekte auf statische und exakte Werte abzielen. Beispielsweise kann ein Prozess evaluiert werden in dem die Ausfallwahrscheinlichkeit über die Zeit akribisch notiert und exakt festgestellt werden muss. Die Feststellung, ob ein Prozess bzw. ein Ablauf, Ausfälle aufweist kann mit einfachen, exakten und statischen Merkmalen verifiziert werden. Hier setzt die MSA ein. Jedoch müssen die Merkmale bzw. Messwerte auf ihre Plausibilität geprüft werden, sowie ausreichend gut den Realen Sachverhalt wiederspiegeln. Als Ergebnis erfolgt eine objektive Aussage, ob die zu prüfende Thematik fähig (geeignet) ist oder nicht. Einzusetzen ist eine MSA explizit bei neuen Messsystemen oder bei einer Prozessoptimierung.
Somit wird das Vorgehen der Evaluierung des Sensorarrays in dieser Arbeit nach vordefinierten Messsystemanalysen durchgeführt.
MSA werden in drei Verfahren unterteilt, die im Folgenden kurz dargestellt werden. (Auswahl des Verfahrens : https://www.sixsigmablackbelt.de/wp-content/uploads/MSA-Messsystemanalyse-Vorgehensweise.png )
Das MSA-Verfahren 1 wird im Allgemeinen verwendet, um zu prüfen, ob der Prüfling den gewünschten Anwendungsfall erfüllt. Bei der Untersuchung wird explizit auf die Wiederholgenauigkeit des Systems geachtet. Standardmäßig wird eine Messposition 25 bis 50 mal angefahren.
Das MSA-Verfahren 2 baut auf den Ergebnissen des ersten Verfahrens auf. Es sollte erst angewendet werden, wenn das Messmittel oder der Prozess mit Hilfe des ersten Verfahrens als fähig beurteilt wurde. Da bei vielen Messsystemen und Prozessen Bediener großen Einfluss auf das Resultat haben entstand dieses Verfahren. Hier soll geprüft werden, wie stark der Bediener einen Einfluss hat. Im Detail wird das Augenmerkt dabei auf die Wiederhol -/ Vergleichsgenauigkeit gelegt.
Das MSA-Verfahren 3 gilt als Sonderfall des zweiten Verfahrens. Es wird besonders bei automatisierten Messmittel oder Prozessen verwendet. Eine Voraussetzung für diese MSA beschreibt, dass der Messablauf vom Bediener nicht beeinflusst werden kann und darf. Weiterhin müssten alle benötigten Rahmenbedingungen vorab definiert werden und dem Bediener nicht zur Auswahl gestellt werden. Genauere Aufschlüsselungen über Funktionalität, Ablauf oder Inhalt einer Messsystemanalyse und deren Verfahren kann im Internet ausführlich nachgeschlagen werden. Eine gute Übersicht biete hierbei der nachfolgende Link: https://www.sixsigmablackbelt.de/msa-messsystemanalyse-messmittelfaehigkeit/#Was_ist_MSA_8211_Messsystemanalyse 
Komponenten des Systems:
• Leddar M16 (Link auf Spezifikationsseite)
• Laptop
• Kameraschiene mit TPLink
• Sensorhalterung (Link auf Daten)
• Detektionsfläche

Prinzipieller Aufbau:
Der erste Schritt für den grundlegenden Aufbau beinhaltet die Verkabelung und den Anschluss aller elektrischen Geräte. Der Sensor kann anschließend in der speziell gefertigten Halterung fixiert und auf dem Verfahrschlitten der Schiene montiert werden. Die Kameraschiene wird über einen Elektromotor angetrieben, was ihr ermöglicht den Schlitten elektrisch zu verfahren. Durch Endschalter und Software kann dies zusätzlich automatisiert geschehen. Mit Hilfe dieser Vorrichtung ist es nun möglich eine feste Position des Sensors einzustellen. Grund dafür liegt in der Art der Messung. Befindet sich der Sensor in der gewünschten Position kann eine Einzelmessung durchgeführt werden. Interessant wird es allerdings wenn eine zweite Messung entweder zum Vergleich oder für das MSA-Verfahren ausgeführt werden muss. Hier kommt die Positionsgenauigkeit der Schiene ins Spiel. Die erste genaue Position wird exakt an einem Endschalter der Schiene festgelegt. Nach der ersten Messung ist es mit der selbsterstellten Software möglich den Sensor verfahren zu lassen. Es erfolgt eine gewollte Positionsänderung. Der Schlitten wird translatorisch um eine gewisse Strecke bewegt. Diese Bewegung wird nach vollenden der Strecke umgekehrt, wodurch der Sensor wieder auf die gewünschte Position zusteuert. Letztendlich endet die Bewegung des Sensors wieder an der gewünschten Position. Somit kann eine Aussage über die Wiederholgenauigkeit gemacht werden. Die erneute Positionierung wirkt somit wie deine komplett neuer Aufbau des Messmittels, wodurch keine Einflüsse des vorherigen Messzyklus auf den aktuellen Zyklus wirken. Der verwendete Endschalter der Schiene ist so positioniert, dass der Sensor bei Anschlag genau einen Meter vom ebenen Ende der Schiene entfernt ist. Resultierend daraus können die Schiene und der Sensor einfach und genau in einem gewünschten Abstand zu einer Detektionsfläche oder eines Gegenstandes angebracht werden. Zu Visualisierungszwecken kann in der folgenden Abbildung skizzenhaft ein möglicher Aufbau eingesehen werden.

16ws_WA_Sensorarray Wintersemester 2016/2017